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Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen live bei 3sat am 02. November 2018

Zahl der Berufspendler wächst: Herausforderungen und Chancen für den Verkehr

Etwa 39% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland – das sind 12,5 Millionen Menschen – pendeln von ihrem Wohnort in einen anderen Kreis oder in eine andere Stadt, um zur Arbeit zu gelangen. Die Gründe sind vielfältig, und die Anzahl der Pendler steigt weiterhin an.

Um die Straßen und Autobahnen zu entlasten, kann der öffentliche Verkehr eine Lösung sein – jedoch nutzen bisher lediglich 14% der Pendler Bus und Bahn für den täglichen Weg zur Arbeitsstelle.

Wie der öffentliche Verkehr für Berufspendler attraktiver gestaltet werden kann, erklärte Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen am vergangenen Freitag im 3sat-Wirtschaftsmagazin „makro“. „Um die Nutzerzahl weiter zu steigern, benötigen wir Kapazität und Qualität: Durch Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Komfort kann die Nachfrage potenzieller Nutzer weiter gesteigert werden“, so Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen im Interview. Dafür sei es aber notwendig, zu investieren und Angebote zu schaffen. Bauvorhaben wie beispielsweise in München seien jedoch unumgänglich, da bestehende Strecken insbesondere in Metropolen häufig bereits ausgelastet seien.

Eine weitere Chance, um den öffentlichen Verkehr für Berufspendler komfortabler zu gestalten, stellt die Digitalisierung dar. So können mobile Angebote einerseits eine Orientierungshilfe für Reisende bieten, andererseits bieten mobile Anwendungen auch für Anbieter Potenziale, um die Zufriedenheit der Nutzer zu steigern.

Angewandte Forschung zu Fragen der betrieblichen Mobilität bietet das Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt des Fraunhofer IML in Prien am Chiemsee sowie in der Grundlagenforschung zu Planungsmethoden des öffentlichen Verkehrs das Institut für Transportlogistik (ITL) als Teil der DFG-geförderten Forschungsruppe FOR 2083. Für diesen Themenschwerpunkt ist aktuell eine Stelle am ITL zu besetzen.

Die gesamte Sendung vom vergangenen Freitag ist hier zu finden.