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Quasireko

Qualifikationsbasierte, simulationsgestützte Ressourcenplanung in der Kontraktlogistik

 

Hintergrund

Kontraktlogistikdienstleister der Automobilindustrie müssen ihre Ressourcen, wie Mitarbeiter, Fördermittel und Flächen, exakt dimensionieren, da eine Überplanung zu Leerkosten bzw. eine Unterdeckung zu Leistungs- und Qualitätsdefiziten führt. Dies ist insbesondere für den Anlauf neuer, unbekannter Kontraktlogistikleistungen schwierig, da sowohl die Ressourcen als auch das verladerseitig durchzusetzende Mengenvolumen dynamischen Schwankungen unterliegen (z.B. Lernprozesse der Mitarbeiter, zunehmendes Mengenvolumen entsprechend der Anlaufkurve).

 

Ziel

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Demonstrator-Tools, welches den Kontraktlogistikdienstleister im Vorfeld der Leistungsaufnahme bei der Auswahl und Berechnung der Ressourcen, die er in der Anlaufphase benötigen wird, unterstützt. Das Tool wird dabei die drei Ansätze Prozessmodellierung, Anforderungsanalyse und Simulationstool umfassen. Um die Anforderungen der Praxis bei der Entwicklung zu berücksichtigen, sind insbesondere Logistikdienstleister kleiner bis mittlerer Größe in Form eines projektbegleitenden Ausschusses beteiligt.

 

Ablauf

Nachdem mit der Definition von in der Automotive-Kontraktlogistik etablierten Logistikleistungen die Grundlage für das zu entwickelnde Demonstrator-Tool gelegt wurde, werden weiterhin die drei Ansätze bearbeitet.

Prozessmodellierung: Mithilfe des Tools wird der Logistikdienstleister seine operativen Prozesse zur Erbringung der Kontraktlogistikleistungen gestalten können. Dazu werden Standardprozesse der Automotive-Kontraktlogistik entwickelt. Dies erfolgt vor allem durch Standortbesichtigungen und Interviews mit den beteiligten Unternehmen und sowie Ableitung von den VDA-Normen.

Anforderungsanalyse: Auf Basis der modellierten Prozesse werden denkbare Ressourcen zugeordnet. Unter Anwendung des Tools können Anforderungen an die Ressourcen gefolgert werden, die zur Leistungserbringung nötig sind, z.B. der Staplerschein eines Mitarbeiters.

Simulationstool: Die modellierten Prozesse werden in ein Simulationstool überführt. Die Simulation der Abläufe ermöglicht die Berechnung der Ressourcen unter dynamischen Gesichtspunkten. Beispielsweise kann sowohl ein über die Anlaufzeit zunehmendes Mengenvolumen im Simulationsmodell abgebildet werden als auch variierende Bearbeitungszeiten der Mitarbeiter und eine steigende Anzahl an Betriebsmitteln.

Dieses Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie über die AiF im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) gefördert.

 

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen

 

logo_BMWi_neu_de Allianz Industrie Forschung Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.